Ein Family Office in Dubai hat Claude gefragt, wer in Dubai ein KI-Experte ist, und ist auf mich gestoßen. Die Seite hinter dieser Antwort hatte ich an einem späten Abend in 90 Minuten gebaut, auf Deutsch und Englisch. Meine Kunden aus dem deutschsprachigen Markt kommen weiterhin über Empfehlungen, die zwei stärksten neuen Anfragen dieses Sommers kamen aber über die KI-Suche.
Ich führe meine KI-Agentur von Dubai aus und hatte bis zu diesem Sommer so gut wie kein Marketing dafür gemacht. Die Kunden aus dem deutschsprachigen Raum kommen zu mir, weil sie mich kennen oder weil mich jemand empfohlen hat, und deshalb hat Social Media für sie kaum eine Rolle gespielt. Dann kamen zwei Anfragen, die mit meinem Netzwerk nichts zu tun hatten. Beide kamen von Menschen, die Englisch sprechen, beide hatten mich über Claude und Google gefunden, und eine davon war ein Family Office hier in Dubai. Das hat meinen Blick darauf verändert, woher neue Kunden kommen, und es ist der Grund, warum ich seitdem daran arbeite, in Google und in Claude auffindbar zu sein.
Im deutschsprachigen Markt tragen die Empfehlungen
Bei meinen Kunden aus dem deutschsprachigen Raum ist der Weg kurz, denn sie kommen, weil sie mich kennen oder weil einer meiner Kunden sie zu mir geschickt hat. So habe ich es im Juli auch meinem Team gesagt: Das ganze Social Media und das ganze Marketing spielen für diese Kunden eigentlich keine Rolle.
Das sagt auch etwas über den Markt selbst. Nach meiner Erfahrung liegt der deutschsprachige Markt etwa zwei Jahre hinter den USA, sodass wir sehen können, was dort funktioniert, und es früh herüberholen. Die Kunden vertrauen mir, sie arbeiten gern mit jemandem, der ihre Sprache spricht, sie haben Kaufkraft und sie sind verlässlich.
Nichts davon hängt davon ab, dass ein Fremder mich findet, weil alles an einem Netzwerk hängt, und meines ist stark. Genauso deutlich ist die Grenze, denn ein Netzwerk erreicht nur die Menschen, die schon darin sind.
Zwei Anfragen kamen von außerhalb meines Netzwerks, über Claude und Google
Im Sommer haben mir zwei Interessenten geschrieben, die über niemanden kamen, den ich kannte. Beide sprachen Englisch, und als ich fragte, wie sie mich gefunden hatten, war die Antwort beide Male dieselbe: über Claude und Google.
Einer davon war ein Family Office in Dubai, das einem KI-Assistenten eine ganz einfache Frage gestellt hatte. Es wollte von Claude wissen, wer in Dubai ein KI-Experte ist, und hat so zu mir gefunden. Ich habe meinem Team damals von zwei völlig verrückten Anfragen erzählt, und ich halte das bis heute für die richtige Beschreibung.
Ein Family Office findet seine Partner normalerweise über Menschen, denen es vertraut. Dieses hier hat mich über die Antwort einer KI gefunden, ohne dass jemand dazwischen stand, und für eine Agentur, die von Empfehlungen lebt, ist das ein zweiter Weg zu neuen Kunden, mit dem ich nie geplant hatte.
Die Seite, die das ausgelöst hat, entstand in 90 Minuten
Bemerkenswert ist vor allem, wie wenig dahinterstand. Die Seite, über die diese Anfragen kamen, war eine Landingpage, die ich in etwa 90 Minuten zusammengestellt hatte, zwischen halb elf am Abend und Mitternacht. Ich habe sie in einem Zug geschrieben, auf Deutsch und Englisch, fünf Bilder hochgeladen und war fertig.
Nach meinen eigenen Maßstäben war das keine gute Seite, und das habe ich meinem Team auch so gesagt. Meine ehrliche Reaktion war damals eine Frage, nämlich wie das überhaupt möglich ist, und warum eine KI genau diese Seite ausgewählt hat, kann ich bis heute nicht genau sagen.
Sagen kann ich, was die Seite hatte: Sie existierte, sie war öffentlich, und sie war in beiden Sprachen geschrieben. Das hat gereicht, damit ein Family Office, das Claude in Dubai um eine Empfehlung gebeten hat, bei mir gelandet ist. Alles, was ich heute für meine Auffindbarkeit tue, baut auf diesem kleinen und ein wenig peinlichen Anfang auf.
Fünfzig Kaltnachrichten brachten in einer Woche einen Kunden
Ich habe auch den direkten Weg ausprobiert, und der Vergleich ist aufschlussreich. An fünf Tagen hintereinander habe ich jeweils 10 Menschen auf LinkedIn angeschrieben, insgesamt also 50.
Aus diesen 50 Nachrichten habe ich innerhalb einer Woche einen Kunden gewonnen, einen Anwalt, der die erste Zahlung bereits geschickt hat und mit dem ich sofort in die Zusammenarbeit gegangen bin. Für 50 Nachrichten ist das ein gutes Ergebnis, und es zeigt, dass Akquise funktioniert, wenn man sie tatsächlich macht.
Der Unterschied liegt darin, wer die Auswahl trifft. Bei den LinkedIn-Nachrichten habe ich jede einzelne Person ausgesucht, und das hat an fünf verschiedenen Tagen Aufwand gekostet. Das Family Office in Dubai hat dagegen mich ausgesucht, es hat eine Frage gestellt, eine Antwort bekommen und mir geschrieben, und meine einzige Arbeit war eine Seite, die ich an einem Abend gebaut hatte.
Fazit: Auffindbarkeit in Claude und Google lohnt sich, gerade in Dubai
Was bedeutet es also, dass ein Family Office in Dubai mich über eine Frage an Claude gefunden hat? Für mich war es das Signal, Auffindbarkeit ernst zu nehmen. Nach diesen zwei Anfragen habe ich meinem Team die naheliegende Frage gestellt, was eigentlich passieren würde, wenn ich mich wirklich auf Englisch konzentriere, gerade hier im Markt in Dubai, und gezielt SEO und GEO betreibe.
Meine Kunden aus dem deutschsprachigen Raum werden weiter über Empfehlungen kommen, und für sie bleibe ich da. Dubai ist mein zweiter Schwerpunkt, und es kann gut sein, dass er den ersten irgendwann überholt. Herausfinden lässt sich das nur, wenn man in Google und in Claude auffindbar ist und beobachtet, wer daraufhin kommt.
Ein nächster Schritt, wenn Sie ein Unternehmen in Dubai führen: Fragen Sie Claude selbst, wen es für Ihr Angebot empfehlen würde, und schauen Sie, ob Ihr Name dabei auftaucht.